An diesen Details sind wir seitdem am arbeiten, einschließlich Suche und Entwurf einer Küche, Auswahl von Bodenbelägen (ein täuschend echt aussehendes
Holzboden-Imitat aus Vinyl), Heizungssystem (
Wärmespeichernde und abstrahlende Natursteinplatten), Solaranlage, Art und Farben für
Fenster,
Dach, Wände, etc.
Neben all der damit verbundenen Arbeit und Aufregung ist die beste Nachricht dabei bislang, dass die Kosten seit dem ersten groben Kostenvoranschlag inklusive aller Änderungen und Verfeinerungen fast konstant geblieben, ja sogar gesunken sind - so kann es weitergehen!!!
Nach aktueller Planung sollten wir in der Lage sein, irgendwann im Mai oder Juni ins fix und fertige Haus einzuziehen. Wir können es kaum erwarten, nicht zuletzt auch wegen unserem Nachbarn, der seit einigen Wochen versucht, uns das Leben schwer zu machen. Was war geschehen?
Der gute Mann, ein ca. 65jaehriger, nach eigenen Angaben normalerweise fuer die Regierung tätiger Management Consultant, war vor knapp einem halben Jahr in die Doppelhaushälfte neben uns eingezogen und zeigte sich von Anfang an nicht besonders kontaktfreudig, bis unsere Gäste an Weihnachten ihm dummerweise einmal die Zufahrt zum Haus mit ihrem Auto versperrten. Dies war der Auslöser für seinen persönlichen Kleinkrieg, im Zuge dessen er uns Eindringen in seine Privatsphäre vorwarf, da unser Auto vor seinem Schlafzimmerfenster parkt und wir von dort aus THEORETISCH dazu in der Lage wären, hineinzuschauen - nicht dass wir irgendein Interesse daran hätten!!
Unser Vorschlag, einfach unseren Parkplatz mit ihm zu tauschen, löste das Problem leider nur vorerst, denn leider hindert die aktuelle Vereinbarung ihn daran, sein Auto in seiner Garage zu parken. Dass er wie wir die Garage in erster Linie zur Lagerung von allerlei Hausrat nutzt und mit Unterzeichnung des Mietvertrags diese Konstellation akzeptiert hatte, spielt dabei für ihn keine Rolle. Zu allem Überfluss kommt er mit seinen Beschwerden niemals direkt zu uns, sondern kommuniziert immer nur über den Vermieter, der inzwischen auch schon so schwer genervt ist, dass er erwägt, den Typ rauszuschmeißen. Vor allem seit unser Nachbar gedroht hat, uns wegen Hausfriedensbruchs (!) anzuzeigen und die Polizei einzuschalten.
Zur endgültigen Bereinigung des Konflikts hatte unser Vermieter gestern zum "Gipfeltreffen" mit allen Beteiligten gerufen mit dem Ziel, ein Park-Arrangement zu finden, dass es dem Nachbarn ermöglicht, in der Garage zu parken. Nach einigem hin und her und mehreren Versuchen hatten wir schließlich die Lösung gefunden, die für uns keine große Einschränkung bedeutet, für Ihn aber einige Rangiererei. Aber was soll's: Er kommt in die Garage und diese Konstellation ist sein eigener Vorschlag. Man konnte regelrecht sehen, dass ihm die Entwicklung gar nicht passte und er mit fortschreitender Zeit immer ärgerlicher darüber wurde, dass er uns nicht zu weiteren Einschnitten zwingen konnte. Er hat die ganze Zeit über kein einziges Wort mit uns gewechselt und wurde auch allgemein immer stiller.
Ergebnis: Da er nun in der Garage parken kann hat er (vorerst) keinen Grund mehr zur Beschwerde, zudem ist der Aufwand dazu so groß, dass er seit dem nur noch auf der Strasse parkt. Und zu allem Überfluss könnten wir von unserem neuen Parkplatz aus wieder direkt in sein Schlafzimmer schauen....es bleibt spannend....!!!
Trotz all dieser Aufregung blieb während der freien Tage bis ins neue Jahr auch genug Zeit zur Erholung. So besuchten wir über Silvester und die beiden folgenden Tage unsere Freunde Christine und Markus, die nach einem kurzen Intermezzo in der alten Heimat bei Aschaffenburg wieder nach Auckland zurückgekehrt waren. Neben ausgiebigem Feiern erlaubte das herrliche Sommerwetter auch einige Strandbesuche

und Gelegenheit zum Schwimmen in der tosenden Brandung - der totale Gegensatz vom bisher eher durchwachsenen Sommer in Wellington mit überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen und kühlen Temperaturen. Das bekamen auch die Athleten bei den
Weltmeisterschaften im Einradfahren zu spüren, deren Wettkämpfe im Sprint, Weit- und Hochsprung, Basketball und vielen anderen des öfteren von starkem Wind und Regen beeinträchtigt wurden. Mit dem anstehenden Besuch unserer Eltern wird nun aber hoffentlich endlich auch bei uns der Sommer einkehren, so dass sich die Stadt von seiner besten Seite zeigen kann, getreu dem Motto "You can't beat Wellington on a good day!"