In den vergangenen Wochen war ziemlich der Wurm drin - in mehrerer Hinsicht. Es fing damit an, dass und das Radio eines Morgens mit der Nachricht über ein schweres Erdbeben vor der Küste von Samoa weckte. Erdbeben sind ja nun hierzulande nichts besonders, jeden Tag wackelt es hier mehrfach, die meisten davon allerdings kaum spürbar. Dieses jedoch war schon recht heftig, wenn auch zu weit entfernt für direkte Auswirkungen. Die Einwohner von Samoa hatten da leider weniger Glück und wurden zuerst vom Beben und anschließend vom zugehörigen Tsunami böse erwischt. Der Grad der Zerstörung und die Opferzahlen zeichneten sich aus dem anfänglichen Chaos mit den eintreffenden Nachrichtenmeldungen erst nach und nach ab, und Neuseeland blickte mit sorgenvollem Blick hinüber zum schwer gebeutelten Inselnachbarn, schickte Hilfe und spendete Geld. Nur zu gut kann man in Neuseeland, auch "Shaky Island" genannt, nachfühlen was es heißt, von den Naturgewalten gebeutelt zu werden.
In diesem Fall jedoch kamen die Kiwis noch einmal davon, denn die anfangs ausgegebene Tsunami-Warnung wurde später zurückgenommen als sich andeutete, dass die Welle hier nur ein leichtes Plätschern am Strand verursachen würde.
Und nur wenige Tage später wiederholten sich die Ereignisse, diesmal durch ein schweres Beben unweit von Vanuatu, einer anderen Pazifik-Insel und auch diesmal stellten sich die anfänglichen Warnungen als unnötig heraus. Was blieb war letztenendes nur die Gewissheit, dass die Warnsysteme funktionieren, wenn man von der Unvorhersehbarkeit solcher Ereignisse an sich absieht.
All dessen ungeachtet warteten wir mit einer Mischung aus Spannung und Beklommenheit auf den Kostenvoranschlag der Baufirma, an dem sie seit insgesamt 10 Wochen (einschließlich Entwürfe des Architekten) gearbeitet hatten. Als dann endlich der große Tag kam, platzte die Bombe, denn die Gesamtsumme überstieg unser Budget locker um satte 50.000 Dollar und keinerlei Änderung der Pläne schien viel daran ändern zu können. Da sie unsere finanziellen Möglichkeiten kannten stellte sich vor allem die Frage, warum sie bis zum letzten Moment warten mussten, um uns dies mitzuteilen. Die logische Konsequenz musste nun eigentlich der Rücktritt vom Kauf des Grundstücks sein, aber um nichts unversucht zu lassen starteten wir noch einen letzten Versuch mit einer anderen Baufirma. Doch auch deren Urteil fiel aufgrund des Bodengutachten eines Ingenieurs negativ aus, so dass wir den Verkäufern schweren Herzens absagten und nun wieder am gleichen Punkt standen, wie vor gut 3 Monaten - lediglich um einige wertvolle Erfahrungen reicher.
Da sich der Markt in dieser Zeit nicht sehr verändert hatte, mussten wir nun zwangsläufig den Umkreis für unsere Suche erweitern. Und obwohl diese noch in den Kinderschuhen steckt, scheint es doch noch ein paar interessante Objekte zu geben - nicht ganz so schön und zentral gelegen, aber diesmal hoffentlich realisierbar. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
PS: Als Bonbon zum Schluss (für die braven Leser) ein paar witzige Werbespots aus dem neuseeländischen Fernsehen. Viel Spaß dabei:
Mitre10 Sandpit (Heimwerker-Fachsimpelei auf dem Spielplatz - Alex' Favorit!)
2degrees (Werbespot für einen Mobilfunk-Anbieter mit Neuseelands Comedy-Star Rhys Darby)
Export Gold Thirstfighters (eine schon etwas ältere Bierwerbung)
Instant Kiwi I (eine Lotteriegesellschaft mit Rubbellosen)
Instant Kiwi II (siehe oben
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